Tourteufel Didi Senft beim Team Sonosan-Multipower

„Rund um Köln“: die Wasser- und Kälteschlacht beim Velodom

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von Martin Glowacki

Zum Auftakt des German Cycling Cups 2012 in Köln hatten wir uns viel vorgenommen. Leider machte uns Petrus zunächst einen kleinen Strich durch die Rechnung, statt Sonne wie am Vortag gab es viel Nasses von oben. Als um 8.30 Uhr die Teams für die große Strecke über 127 km vom Hotel zum Start fuhren, regnete es wie aus Kübeln. Obendrein war es mit nur 4 Grad ziemlich kalt.

127 km Rennen

Nass und kalt war es in Köln am 9. April 2012

Und für die Fahrer, deren Rennen am Rheinauhafen um 9.15 Uhr startete, sollte es bald noch kälter werden. Denn als es in den Oberbergischen Kreis ging, sanken die Temperaturen noch um weitere 2 Grad. Wer zu dünn angezogen war, der wurde bestraft. Zum Glück hatte die Firma Falke, einer unser Sponsoren, unser Team noch kurz zuvor mit toller Funktionswäsche ausgestattet, sodass wir Nässe und Kälte ganz gut trotzen konnten.

Das Tempo wurde vorne von den Spitzenteams von Anfang an hoch gehalten. Nach einem kurzen Zickzackkurs durch Köln ging es zügig ins Oberbergische. Es warteten einige bissige Anstiege auf die Fahrer und so teilte sich schnell das Feld. Immer wieder griff Frederik Prenzel (Team Sonosan-Multipower) mit Patrick Lichan (Merkur-Druck) an, um vorne wegzufahren, allerdings setzte Sandro Kühmel mit seinem Team jedesmal nach. Das ging so bis kurz vor dem Ziel. Offensichtlich wurde aber zwei anderen Fahrern nicht genügend Beachtung geschenkt. Die hatten sich nämlich plötzlich einen Vorsprung rausfahren, der nicht mehr eingeholt werden konnte. Beim Zielsprint des Hauptfeldes fuhr Frederik Prenzel nach einem furiosen Finish hinter Patrick Lichan und Sandro Kühmel als 4. ins Ziel. Bernd Wilmer kam auf einem guten 9. Platz. Bei den Frauen fuhr Ariane Horbach trotz Hungerrast auf einen guten 8. Platz!

Im Sprint des Hauptfeldes verpasst Frederik Prenzel mit Platz 4 nur knapp das Podest.

Auf der kurzen Strecke über 69 km machte unser Team wie gewohnt Druck. Das Tempo wurde während des gesamten Rennens so hochgehalten, dass das Feld immer weiter auseinander brach. Mit einer Gruppe von circa 35 Fahrern ging es Richtung Ziel. Es war fast wie im Training: Tempo verschärfen und hochhalten, dann Sprint anziehen! Und genau das machte Dani Bley. Er schoss wie eine Rakete nach vorne und gewann überlegen den Sprint dank einer tollen mannschaftlichen Leistung. Andre Döbbelt konnte als 4. ins Ziel fahren und war am Ende mit dem Sieger und allen anderen im Team überglücklich.

Dani Bley legte einen fulminanten Schlußsprint hin und wurde Erster!

Bei den Frauen konnte die erst 17jährige Jessica Lambracht mehr als überzeugen. Sie gewann direkt in Ihrem ersten Radrennen für das Team Sonosan-Multipower und war super happy. Xenia Hoyer kam nach starker Leistung ebenfalls auf das Podest und wurde 3. Die Mannschaftswertung gewann unser Team ebenfalls auf dieser Strecke und das zweite Team mit unseren beiden erfahrenen Fahrern Detlef Hoefer (71 Jahre!) und Bruno Podesta (79 Jahre!) auf den 4. Platz. Nach dem Rennen wurde es aber noch mal hart. Kälte und Regen ließen immer noch nicht nach. Das zehrte wirklich an der Substanz. Alle wollten nur noch schnell ins Hotel zum Duschen. Selten habe ich unsere Fahrer so fertig und gezeichnet gesehen wie nach diesem Radrennen.

Unser Fazit zum Rennen: Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Beim nächsten Mal müssen wir uns wieder anstrengen!

Ein tolles Duo: Jessica Lampracht und Xenia Hoyer.

Auch erfolgreich in der Teamwertung.

Besuch vom Tourteufel – einer mit dem man sich sehen lassen kann.

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