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Nach Silber nun auch Gold – Anna Knauer ganz oben

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von Ernst Knauer

Um eine Europameisterschafts-Goldmedaille hat Anna Knauer aus Schernfeld ihre Sammlung erweitert. Sie holte damit bei den Europameisterschaften auf der Bahn in Anadia, Portugal (03. – 08.07.12) bereits ihr zweites Edelmetall.

Am vergangenen Wochenende hat sie mit dem Titel im Omnium der U19 weiblich ihren größten Erfolg gefeiert. Anna Knauer siegt vor  Tetyana Klimchenko aus der Ukraine und Michela Pavin aus Italien.

Das Omnium ist der olympische Vielseitigkeitswettbewerb, bestehend aus sechs Einzeldisziplinen. Diese setzen sich zusammen aus drei Einzel- und drei Massenstart-Bewerben. 250 m – 500 m  – 2.000 m und Punkte-, Ausscheidungsfahren (jede Runde scheidet die Letzte Fahrerin aus, bis nur noch die Siegerin auf der Strecke ist) und Scrach (hier zählt das Ergebnis  in der Reihenfolge der Überquerung der Ziellinie). Berechnung für das Gesamtergebnis: Gepunktet wird nach den Platzierungen – somit wird die Sportlerin mit den am Ende wenigsten Punkten Siegerin.

Anna Knauer hatte in der Gesamtwertung nach zwei Einzelsiegen auf 2.000 und 500 Meter, Platz zwei auf 250 und jeweils Platz drei bei den Massenstarts 13 Punkte. Auf Platz zwei folgt mit 26 Punkten die Ukrainerin Tetyana Klimchenko.

Nach dem ersten Wettkampftag lagen die Ukrainerin und Anna Knauer punktgleich in Führung. Dabei trennten die beiden nur 41tausendstel Sekunden auf der 250 Meter Strecke. Die favorisierten Barker aus Großbritannien und die Italienierin Pavin waren da schon um einige Punkte distanziert, da sich die Polin Kirschenstein stark zeigte.

Am Sonntag startete die Konkurrenz mit dem 2.000-m-Einerverfolgungsfahren. In ihrer Paradedisziplin, hier hat Anna zu Beginn der Europameisterschaften bereits die Silbermedaille gewonnen, wollte sie ihre Gegnerin distanzieren.

„Ich habe gemerkt, hier kann ich Gold holen“ formulierte sie ihre Ziele neu. Dem hatte nichteinmal die Europameisterin dieser Strecke, Barker, etwas entgegenzusetzen. Mit einer Bestzeit von 27,550 Sekunden – Schnitt, mehr als 49 km/h – holte sie sich hier Platz eins. Auch auf den abschließenden 500 Metern ließ sie nichts mehr anbrennen und fuhr auch hier die schnellste Zeit. „Es war Wahnsinn, wie sich alle für mich gefreut haben und wie mich die Mannschaftskollegen von der Tribüne aus angefeuert haben“ beschrieb Anna ihre Gefühle während des Wettbewerbes. Optimale Betreuung erhielt sie vom Bundestrainer Frauen Helmut Taudte und dem Trainer der Herren Carsten Bergemann – „Die haben mich fast auf jeden einzelnen Meter der jeweiligen Strecke eingestellt“ stellte Anna zufrieden fest.

Bildmaterial: Portugiesischer Radsportverband

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