Schleiz

Keine Sonne aber trotzdem schön! Das Jedermannrennen am Schleizer Dreieck

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Schleiz

von Paul Sicking

Endlich stand mit dem Schleizer Dreieck ein langes, hartes Rennen auf dem Programm des German Cycling Cup. Die zwei Runden mit insgesamt 145 km und vielen kurzen, steilen Rampen liegt unserem Team besonders. Dieses Jahr kam erschwerend der starke Wind und das „fast“ schlechte Wetter hinzu.

10 Minuten vor dem Start saßen wir noch lustlos in unserem Bulli, um bloß nicht zu früh nass geregnet zu werden. Dann wurde der Regen kurz vor dem Start „abgeschaltet“, nachdem am Tag zuvor bei der Anfahrt die Straßen unter Wasser waren. Trotzdem hatten bei 4°C fast alle Teilnehmer Regenjacken an.

Wasser

Kaelte

Nässe und Kälte in Schleiz 2013

Nach dem Startschuss begannen direkt die ersten Attacken. Genau so unrhythmisch wie der Kurs war das Tempo im Rennen. Um nicht kalt zu werden gingen wir fast jede Attacke mit. Wenn keine Attacke lief, ergriffen wir selbst die Initiative. Leider gelang es nicht eine funktionierende Spitzengruppe zu initiieren, deshalb versuchte Frederik es nach 50 km allein. Es gelang ihm leider nicht auf den längeren Graden aus der Sicht des Feldes zu fahren.

Der Wind und die Berge zwingen einen einzelnen Ausreißer dann doch in die Knie und der Versuch endete nach etwa 20 km. Nach der Verpflegungspause und dem Einbiegen auf die 2. Runde, wurde das Tempo dann deutlich langsamer. Man konnte sich kurz erholen und in Ruhe was essen. Nach 20 km wurde es mir dann doch zu langweilig, und ich beschleunigte. Im Feld wollte keiner mitfahren, also war schon wieder ein Sonosanfahrer auf sich gestellt.

Allein in die steilen 15-%-Anstiege zu fahren, tut dann trotz eines 34 Kettenblatts weh. Auf den feuchten Abfahrten konnte man allerdings immer etwas Zeit raus holen. Dank unseres neuen Laufradsponsors „Leeze“ fühlte man sich trotz Karbonbremsflanken, wegen der guten Bremsleistung bei Nässe sehr sicher. Ich konnte jedoch wie auch schon Frederik, auf den längeren geradeaus Passagen, immer das Feld hinter mir sehen. Unpassenderweise wurde ich erst während der entscheidenden Attacke aus dem Hauptfeld, am letzten Anstieg gestellt. Das Tempo war dort zu hoch um nach einer Stunde Solofahrt den Anschluss zu finden. Dann kam Martin an mir vorbei, so dass wir einen starken Mann in der Spitze hatten. In der zweiten Gruppe gelang glücklicherweise der Anschluss.

Frederik und Andre waren auch mit dabei. Somit hatten wir die nötigen vier Fahrer für die Teamwertung wieder sicher vorne platziert. Andre und Frederik bereiteten sich langsam auf den Endspurt vor. Ich hatte endlich Zeit wieder was zu trinken und mal die Beine hoch zu nehmen.

Martin musste sich im Endspurt nur den beiden endschnellsten des GCC, Marek Bosniatzki und Daniel Knyss geschlagen geben. Andre und Frederik wurden 2. und 3. der Verfolgergruppe, ich landete auf Rang 15. Ach ja: 10 Minuten nach Zieleinlauf wurde der Regen dann auch wieder „angestellt“.

Zusammengefasst: Platz 3, 10, 11,15 und 2. in der Teamwertung. Mit der starken Mannschaftsleistung sind wir jetzt das einzige Team im GCC, was 4 Fahrer der Gesamtwertung unter den Top-Ten platzieren kann. In der Gesamtteamwertung sind wir weiterhin in Lauerstellung auf Platz 3.

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