Start Göttingen

Guter Start in Göttingen

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Start Göttingen

von Marc Mertens

Zum ersten Rennen des German Cycling Cups ging es ins südniedersächsiche Göttingen zur Tour d’Energie, die nun schon zum 9. Mal stattfand. Dauerregen und Temperaturen um die 7 Grad am Vortag ließen Schlimmes für das Rennen am Sonntag befürchten. Doch der Wettergott hatte wohl ein Einsehen mit den Fahrern. Am Sonntagmorgen waren die Straßen trocken, nur ein leichter Wind wehte und zum Start wagte sich sogar die Sonne ein wenig hervor. Über die beiden Distanzen 46 und 100 km waren nach Angaben des Veranstalters insgesamt 3210 Teilnehmer gemeldet.

Als um 10:45 Uhr pünktlich der Startschuss für die 100-km-Strecke fällt, beginnt endlich offiziell die lang erwartete Saison in den German Cycling Cup 2013. Was würde das erste Rennen bringen, wie ist die persönliche Form, war die Vorbereitung gut genug, wie stark sind die anderen, wie wird der Rennverlauf sein? Fragen, die sich wohl viele Fahrer gestellt haben dürften.

Volle Konzentration vor dem Start. Ist man gut vorbereitet?

Nach dem Start in Göttingen geht es raus Richtung Rosdorf. Die ersten 12, 13 km sind leicht ansteigend, insgesamt aber recht flach. Da heißt die Devise, erst mal reinkommen und schauen wie es so läuft. Dann folgen bis Kilometer 32 die ersten beiden Anstiege. Das ist der erste kleine Test, wo man sieht, was man so drauf hat. Nach der Abfahrt vom zweiten Anstieg bei ca. Kilometer 40 kommt die erste Attacke. 8 Fahrer setzen sich ab, darunter unser Neuzugang Martin Heine, der am Tag zuvor trotz Regens und Kälte nach der Devise handelte, besser eine kleine Vorbelastung als ein Tag Ruhe. Beim Prolog im Einzelzeitfahren am Samstag über 4,6 km konnte er überzeugen. In seiner Altersklasse belegte er einen guten 3. Platz. Wie ist er wohl heute drauf?

Prolog am Vortag. Eine Kleine Vorbelastung

Am Vortag beim Prolog präsentierte sich Martin Heine in guter Form

Tatsächlich schaffen es die 8 Fahrer (1 x Citec-Röltgen, 1 x Graakjaer, 1 x Merkur-Druck, 1 x Personal Sports, 1 x RSC Hildesheim, 1 x Sonosan, 2 x Strassacker) sich auf den nächsen Kilometern einen Vorsprung von bis zu 3 Minuten zu erarbeiten. Die Strecke zwischen Kilometer 40 und 50 ist vergleichsweise eben, bevor dann ab Kilometer 50 der nächste größere Anstieg folgt. Mit dem Hohen Hagen erreicht man schließlich bei Kilometer 75 mit 480 m über NN den höchsten Punkt der Tour d´Energie. Dannach geht es nur noch bergab. Bei ausreichendem Vorsprung auf dem Hohen Hagen kann es für das das Hauptfeld dann schwierig werden, die Ausreißergruppe noch zu stellen.

Quelle: Tour d’Energie

Gerne möchte Martin die Gruppe noch mal verkleinern, um nicht mit 8 Fahrern um die ersten 3 Plätze sprinten zu müssen und so attackiert er am Hohen Hagen. Leider geht keiner aus der Gruppe mit und der Anstieg ist zu kurz, um einen entscheidenen Vorsprung herauszufahren. Die noch folgenden 25 km sind zu lang, um das alleine zu meistern.

Die 8 Ausreißer: Martin Heine, Philippe Deckers, Nino Ackermann, Dani Bley, Michael Weing, Christoph Mönig, Frieder Uflacker und Manuel Kirfel.

Bei der Abfahrt ist die Achter-Gruppe wieder zusammen. Gemeinsam treten sie die letzten 25 km an. Dabei sind die Rollen allerdings unterschiedlich verteilt. Graakjaer und Merkur-Druck hätten lieber, dass ihre sprintstarken Kapitäne aus dem Hauptfeld aufschließen können und so ist wenig Unterstützung von dieser Seite zu erwarten. Konsequent übernimmt Martin Führungsarbeit, um nicht doch noch von Hauptfeld eingeholt zu werden. Ab Kilometer 90 attackieren dann abwechselnd die beiden Strassacker-Fahrer Philippe Deckers und Manuel Kirfel. Kurz vor dem Ziel kann sich Manuel absetzen und gewinnt das erste Rennen im German Cycling Cup 2013. Er ist damit der erste Gesamtführende des GCC. Herzlichen Glückwunsch dazu. Martin fährt hinter Dani Bley von Citec-Röltgen und Frieder Uflacker von Personal Sports auf einen guten 4. Platz, den er unmittelbar nach dem Rennen zwar selbst erst einmal als sehr undankbar bezeichnet. Erst am Tag danach wird ihm bewusst, dass dies eine Top-Leistung war.

Auch die Platzierung der anderen Sonosan-Fahrer im Hauptfeld sprechen ebenfalls für sich: Paul Sicking 11., Andre Döbbelt 16., Frederik Prenzel 23., Bernd Wilmer 48., Andre Thesing 115., Dirk Zebralla 187., Florian Otterpohl 331.

Alles in allem ein guter Einstieg in den German Cycling Cup 2013. Zum nächsten Rennnen am 1. Mai geht’s nach Frankfurt. Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

Gut gemacht, Jungs!

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