Auf dem Weg zum Stausee

Bester Deutscher beim Gletscherkaiser

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JC - Bester Deutscher am Gletscherkaiser

von Jens Christian Brockmann
alle Bilder: Walter Andre (sportfotos-andre.at)

Mit dem Kaunertaler Gletscherkaiser stand das zweite Alpenrennen der Saison auf dem Rennkalender der Saison 2012. Es handelte sich wieder um ein Bergrennen mit der Zielankunft am Kaunertaler Gletscher auf einer Höhe von 2750 Metern. Die Namen auf der Starterliste wie Klaus Seinkeller, Andreas Traxl, Gerd Hagspiel und Armin Neurauter, alles absolute „Cracks“ der Szene ließen bereits ein schweres Rennen erahnen und so sollte es auch schließlich kommen.

Es waren auf einer Strecke von 51 km  2150 Höhenmeter zurückzulegen. Der Start erfolgte um 8.30 Uhr in Feichten. Die äußeren Bedingungen waren im Gegensatz zum letzten Jahr, wo im Tal strömender Regen und am Gletscher dichtes Schneetreiben herrschte, sehr gut.

Streckenprofil Gletscherkaiser

Das Streckenprofil des Gleschterkaisers. Quelle Grafik: gletscherkaiser.at

 

Es ging zunächst unter neutraler Führung Richtung Prutz ging, wo dann der scharfe Start erfolgte und das Tempo schlagartig schneller wurde. Ein Fahrer, der aber später wieder gestellt wurde, versuchte sich bereits hier als Solist abzusetzen. Die Devise hieß zunächst, das Geschehen zu kontrollieren und nach Möglichkeit Kräfte für das Finale zu sparen.

Die Devise: Kräfte sparen für das Finale ...

Die Devise: Kräfte sparen für das Finale ...

Die Devise: Kräfte sparen für das Finale ...

In den ersten der 29 Kehren vor dem Gletscherstausee auf 1800 Metern Höhe gab es Tempoverschärfungen einiger Fahrer des österreichischen Teams Moser – Wirt Ridley, das für Andy Traxl arbeitete, so dass das Feld hier deutlich auseinander riss. In einer flachenPassage entlang des Stausees fanden die beideren vorderen Gruppen bei Tempo 40-50 noch einmal zusammen, bevor sich 5 Fahrer in der folgenden Steigung, darunter auch die beiden Erstplatzierten absetzen konnten.

Auf dem Weg zum Stausee

Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich in einer größeren Verfolgergruppe um Mitfavorit Armin Neurauter. Hier zeigte sich, dass es richtig war, Kräfte für das Finale zu sparen. Kehre um Kehre windet sich die Straße mit Steigungen bis zu 13% nun scheinbar gen Himmel, gut das am Rad hinten ein Ritzel mit 28 Zähnen montiert war, der Tacho zeigte meist Geschwindigkeiten zwischen 12 und 15 km/h an.

Etwa in Kehre 10 forcierte ich das Tempo, merkte, dass ich gute Beine hatte und konnte mich so aus dieser Gruppe lösen und konnte meinen Vorsprung bis ins Ziel auf meine Verfolger  noch ausbauen. Somit sicherte ich mir als bester deutscher Fahrer Rang 6 der Gesamtwertung (Rang 5 AK) vor dem (Winter)-Olympiasieger Mario Stecher, der in den Sommermonaten ebenfalls auf dem Rad trainiert und dem ebenfalls als Mitfavoriten gehandelten Armin Neurauter.

Das Rennen endete mit einem Doppelsieg der Favoriten Andreas Traxl und dem Vorjahressieger Klaus Steinkeller, der dieses Jahr auch schon den Glocknerkönig und den Amade-Radmarathon sowie letztes jahr den Drei-Länergiro gewonnen hat

Mein Rückstand gegenüber Steinkeller reduzierte sich gegenüber dem Glocknerkönig auf 3:15 Minuten (5:13 Minuten). Das Ergebnis ist angesichts des wieder sehr stark besetzten und schweren Rennens aus meiner Sicht als zufriedenstellend anzusehen. Ganz ausdrücklich erwähnt, sei auch noch mal der Sportfotograf Walter Andre, sportfotos-andre.at, der das Rennen mit seinen Fotos toll dokumentiert hat und die Veröffentlichung gestattet.

Comments

  1. Detlef

    Hallo Jens,

    herzliche Gratulation zu Deinem schönem Erfolg.

    Gruß
    Detlef

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