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Am 1. Mai auf Platz 1

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Am Ruppertshainer Stich mit 13 % Steigung

von Martin Heine

Rund um den Finanzplatz„Rund um den Finanzplatz“ Eschborn – Frankurt ist für mich mein Heimrennen. Mein Heimatort Kelkheim-Fischbach ist gleich um die Ecke. Den Taunus kenne ich wie meine Westentasche. Natürlich will man beim Heimrennen eine gute Figur abgeben. Leider hatte das gesamte Team eine ungünstige Startposition aus Block C. Dies bedeutete, dass circa 500 Fahrer auf den ersten 5 km bis zur Frankfurter City überholt werden mussten, um dort an der wesentlich sicheren Spitze des Feldes die Stadt zu queren und das Renngeschehen mit zu kontrollieren. Dies hatte dann schon einige Körner gekostet und ich hatte Sorge ob es im Taunus noch für die harten Kilometer in den Bergen reichen würde.

In Oberursel ging es dann in den 11 km langen Anstieg des Feldbergs – von Insidern liebevoll „Feldi“ genannt. Meine Devise lautete Frederik Nagel vom Team Strassacker, nicht aus den Augen zu lassen. Er ist ein Fahrer, der Steigungen einfach nur schnell fahren kann. Mit Sicherheit würde er das Tempo hier bestimmen.

Und ich hatte recht, Frederik setzte sich bald an die Spitze und schlug ein mörderisch hohes Tempo an. Dies führte dazu, dass es rund 10 Fahrer, darunter der Gesamtführende GCC Manuel Kirfel vom Team Strassacker, 1 x Citec-Röltgen, 1 x Rose Team Münsterland, 1 x Merkur-Druck, 1 x Team Stölting mit ihm über die Bergwertung des Feldes schafften. Danach arbeitete die Gruppe im Taunus gut zusammen und konnte den Vorsprung weiter ausbauen.

Am letzten harten Anstieg, dem Ruppertshainer Stich, 1000 m mit im Schnitt 13 %, mussten viele in der Gruppe nochmal beißen, um zusammen zu bleiben, die Bergwertung dort gewann ich!

Die letzten flachen 20 km zum Ziel haben wir es kreiseln lassen und konnten so einen Vorsprung von knapp drei Minuten heraus fahren. Ab km 5 begannen dann die ersten Attacken einzelner Fahrer, welche aber immer wieder vereitelt wurden. Ich orientierte mich am Ende an Manuel Kirfel um nicht wieder wie in Göttingen, von ihm und seinem Team ausgekontert zu werden. Das war die richtige Entscheidung! 500m vor dem  Ziel forcierte er die entscheidende Attacke mit mir am Hinterrad. 300 m vor der Ziellienie trat ich aus seinem Windschatten heraus an und konnte mich gleich um 30 Meter vom Rest absetzen, das reichte um ungefährdet durchzuziehen und zu gewinnen!

Dass am Ende dabei auch noch das Trikot des Gesamtführenden des German Cycling Cups heraussprang war eine Riesen-Überraschung. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Zum Abschluss möchte ich noch ganz herzlich Stefan Trauth vom Biketempel in Eschborn danken, der mich mit Top-Material von Ridley ausstattet und mir mit seinem „Rundum-sorglos-Paket“  technisch einen Spitzen-Service bietet 🙂

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