Unsere 3 Fahrer in Stavelot.

1. UCI World Championship für Masters und Amateure in Stavelot, Belgien

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von Martin Glowacki

Die erstmals in diesem Jahr ausgetragene welt-weite Jedermann-Rennserie des Weltradsport-verbandes, genannt UCI World Cycling Tour (UWCT), hatte am vergangenen Wochenende ihren Höhepunkt im belgischen Stavelot in der Nähe von Lüttich. Dort fanden die Finals der Besten jeder Klasse statt, immerhin nur 10 Prozent der Teilnehmer, die sich zuvor in einem von sieben Rennen rund um den Globus qualifizieren mussten. Es ging also um nichts weniger, als um den Welt-meistertitel im heißbegehrten UCI Regenbogentrikot.

Laut UCI ist Idee dieser neuen Rennserie, den Amateurrennfahrern einen kleinen Geschmack von echtem “high level racing” zu geben und mit der UCI World Cycling Tour die Hobbyszene auf ein neues Level zu heben. Und gleich 3 unserer Fahrer hatten sich bei dieser neuen Rennserie für die Finals qualifiziert.

Unsere 3 Fahrer bei der Jedermann-WM in Stavelot, Belgien. Von links nach rechts: Wladimir Gottfried, Nino Ackermann und Joachim Engler.

Unsere 3 Fahrer bei der Jedermann-WM in Stavelot, Belgien. Von links nach rechts: Wladimir Gottfried, Nino Ackermann und Joachim Engler.

 

Die Zeitfahr-WM am Samstag
Für unser Team begann dieser Wettkampf bereits am Freitag mit dem Zeitfahren. Am Start Wladimir Gottfried, dem dieser nicht ganz einfache Kurs mit seinem anspruchsvollen Streckenprofil über 19,8 km aber liegen sollte.

Der anspruchsvolle Kurz des Einzelzeitfahrens, oben links die rote Kurve zeigt das Steckenprofil.

Der anspruchsvolle Kurz des Einzelzeitfahrens, oben links die rote Kurve zeigt das Steckenprofil.

Aufgrund der überaus widrigen Wetterverhältnisse stellte sich die Frage, sicher über die Runde mit dem normalen Rennrad oder Kopf und Kragen riskieren mit der gerade bei Nässe schwer zu handelnden Zeitfahrmaschine?  Wladimir entschied sich gegen die Zeitfahrmaschine, was am Ende Zeit gekostet haben mag. Auf der anderen Seite ist bei solchen Wetterbedingungen mit einer Zeitfahrmaschine ein Sturz nie ganz auszuschließen. Am Ende konnte er recht zufrieden sein, denn in einem tollen Rennen fuhr er auf Platz 3 und ergatterte damit einen der Medaillenränge.

Die Straßen-WM am Sonntag
Pünktlich um 9.00 Uhr fiel der Startschuss in Stavelot zur Straßen-WM. Zuerst mussten die älteren Semester auf die sehr schwierige Strecke. Nach rund einer Stunde Fahrzeit regnete es im Lütticher Umland in Strömen und so kam es nicht nur bei den gefährlichen Abfahrten der Ardennen zu vielen schweren Stürzen, sondern auch auf den vielen Kopfsteinpflaster-Passagen. Zum Glück fuhr bei Waldimir sein Schutzengel mit, denn er kam in der Klasse M 55 auf den 7. Platz. Er ärgerte sich zwar anschließend im Ziel, aber wenigstens war er ohne Sturz über die Runden gekommen.

Nino wartet im Regen auf den Start.

Nino wartet im Regen auf den Start.

Die beiden Rennen um 13.30 Uhr wurden mit einer halben Stunde Verspätung gestartet. Leider zum Ärgernis der Starter, die in der Kälte ausharren mussten. Zum Glück wurde aber das Wetter besser und so mussten die Fahrer nicht im Dauerregen starten.

Obwohl die Strecke ein wenig abtrocknete, waren, wenn man durch die Wälder um Lüttich fuhr, alle fahrerischen Künste gefordert. Nino Ackermann wurde 39. in der Klasse M35 und Joachim Engler fuhr in seinem letzten Saisonrennen immerhin noch auf Platz 22.

Fazit dieses Radrennens über 107 km durch die Ardennen: ein knüppelharter Kurs mit brutalen Anstiegen in und um Stavelot, der selbst den Teilnehmern Respekt einflößte, die schon mehrfach die Tour Transalp mitgefahren sind.

Joachim Engler beim Start. Arm- und Beinlinge schützen ein bisschen vor dem unangenehmen Wetter.

Nino Ackermann bei der Zielankunft.

 

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